Vorwort


Ins kalte Wasser

Kooperationen zwischen Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen waren zu der Zeit, als ich 2002 das erste Mal eine Großgruppe mit Kindern an einer öffentlichen Grundschule unterrichtete, noch absolutes Neuland. Für mich bedeutete die Arbeit mit Kindergruppen in der Grundschule ein Sprung ins kalte Wasser. Es galt mit Begebenheiten und Aufgaben zurechtzukommen, mit denen man als Gitarrenlehrer, auch im Gruppenunterricht an einer Musikschule, normalerweise nicht konfrontiert wird:


  • Matrial: Gitarre, Noten, Schreibzeug ... werden schon mal zu Hause vergessen bzw. gehen ganz verloren oder kaputt.
         
  • Gruppengröße: Schnelles Auseinanderdriften des Leistungsniveaus durch unterschiedliches Übeverhalten, Lerntempo, Auffassungsvermögen, Motivation, unterschiedliche Interessen und Begabungen.

  • Abgabe von Bewertungen für Zeugnisse ... usw.

  • Raufereien in der Pause, sogenannte ADS/ADHS-Kinder, Konkurrenzverhalten, Kluft zwischen ruhigen sich zurückhaltenden und 'aufdringlichen' Schülern innerhalb von Gruppen (bis zu 18 Kinder aus unterschiedlichen Altersstufen!).


Was mich bei all diesen Begebenheiten am meisten interessierte, waren folgende zwei Fragen: 

1) Wie könnte ich Bedingungen (Setting/ Atmosphäre ...) gestallten, die JEDEM Kind ein reichhaltiges musikalisches Erleben mit der Gitarre garantieren? 

2) Wie ließen sich sozialeSpannungen und ein Auseinanderdriften der Gruppe vermeiden?


Vor allem durch meine Arbeit als Feldenkrais-Pädagoge war mir bewusst, dass Gruppenkonstellationen immer ein besonders kreatives Potenzial in sich bergen. Dieses Potenzial kann jedoch am besten im Rahmen einer geschützten Atmosphäre neugieriger, offener und improvisationsbereiter Menschen zur Geltung kommen. Bringen Kinder nicht genau diese Haltung mit in den Unterricht? Nun ist ein abendliches gemütliches Beisammensein unter Erwachsenen, die sich auf eine Matte legen, um zu entspannen, dem Alltag zu entrinnen oder rückenschonende Bewegungen auszuprobieren, nicht vergleichbar mit z.B. 13 "wilden Kerlen", die unruhig darauf warten endlich Musik zu machen. Oder etwa doch? Und wie könnte das praktisch aussehen?  


Ein kreativer und abwechslungsreicher Unterricht durch die Lehrkraft ist die eine Seite der Münze. Die direkte Einbindung kreativer Impulse und die Determinierung inhaltlicher Fragen durch Schüler:innen selbst, steht noch auf einem anderen Blatt. Aber genau dieser Aspekt hat in meiner Zeit als Gitarrenlehrer die freudigsten Momente hervorgebracht, so dass ich mich immer wieder dazu angespornt fühle nach Wegen, Mitteln und Konstellationen zu suchen, die einem entdeckenden und selbstbestimmten Unterricht den Boden bereiten.


So zum Beispiel kam es vor, dass ein Schüler keine Bereitschaft zeigte, das gerade angesagte Lied zu spielen. Statt dessen spielte er "irgendwelche" Töne vor sich her, während die anderen Schüler:innen das von mir eingezählte Lied spielten. Ich bemerkte, dass seine willkürlich gewählten Töne, rhythmisch und harmonisch dennoch passend waren. Obwohl also das angesagte Lied nicht mitgespielt wurde, so wurde zumindest eine Art selbst erfundene Begleitung gespielt. Anstatt den Schüler zu tadeln und dazu aufzufordern "richtig" mitzuspielen, entschied ich mich diesen Schüler hervorzuheben: "Habt ihr eigentlich bemerkt was er gerade getan hat? Er hat nicht mitgespielt, wie ich es erwartet hätte, sondern er hat eine Begleitung für unser Lied erfunden! Das hat gut gepasst. Meint ihr nicht? ... So, ihr dürft das jetzt auch einmal ausprobieren. Wer möchte zuerst?" 


Jetzt höre ich Stimmen, die sagen: "Sie können doch nicht jeden Schüler einfach machen lassen, was und wie er will ...!" Richtig! Solche oder ähnliche Situationen sollen nicht dazu führen, dass jede Art von Störung als willkommen geheißen wird und in einem Laisse-fair-Unterricht enden. Meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass gelangweilte oder aus anderen Gründen nicht partizipierende Schüler:innen leichter zu integrieren sind, wenn sie ernst genommen werden und ihnen zugestanden wird, ihre eigenen Ideen in die Gruppenarbeit einzubringen. Die Herausforderung an eine Kursleitung besteht dann schließlich darin, derartige Ideen durch passende Interaktionen zutage zu fördern, ohne dabei Chaos und Willkür walten zu lassen.


Gerade in Kindergruppen geschehen derartige Situationen, die durch und durch von Kreativität gezeichnet sind. Von Lehrer:innen mit einem festen Lehrplan und der leider geradezu überschattenden Pflicht Schüler:innen bewerten und benoten zu müssen, werden solche Situationen leider oft und zu schnell schon im Ansatz erstickt. Es muss schließlich vorangehen. Und anstatt Kreativität Raum und Zeit zu geben, wird dann gehandelt nach dem Vorsatz: "Kinder brauchen Grenzen." Ich bin zwar der Meinung, dass wir Regeln brauchen, aber Grenzen können im Unterricht gemeinsam erforscht und verschoben, nicht aber vorgeschrieben werden. Das mag nach Wortglauberei klingen, wir werden diesen Punkt aber in weiteren Kapiteln noch genauer untersuchen.


Not macht erfinderisch

Aus meinen Studien unterschiedlicher Improvisationskonzepte konnte ich mich entsinnen, dass es so eine Art 'Geheimrezept' gab, um die eigene Kreativität anzukurbeln: "Handicap-Übungen". Diese Art von Übungen beinhalten selbst oder von Lehrer:innen auferlegte Einschränkungen oder Spielregeln, die den Übenden dazu "zwingen" nach anderen, neuen Lösungen zu suchen, um trotzdem abwechslungsreich und interessant zu spielen, anstatt sich wieder und wieder in den gleichen Wendungen und gewohnten Mustern zu verlieren. Zum Beispiel:


-Es darf nur mit vorgegebenen Tönen (z.B. im Rahmen einer Oktave) improvisiert werden

-Es dürfen bestimmte Intervalle nicht gespielt werden.

-Es muss die Melodie des Liedes als rhythmische Grundlage genommen werden.

-Es darf nur auf ganz bestimmten Saiten, bzw. nur auf einer Saite gespielt werden.

-Es wird nur mit einem Finger gespielt.

-Es wird blind (mit verbundenen Augen)/ auf einem Bein stehend/ in der Rückenlage/ die Luft anhaltend usw. improvisiert.

Dem Erfindungsreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt!


Diese Herangehensweise ist sehr ähnlich und genauso verblüffend effektiv, wie diverse Strategien, die in der oben bereits angesprochenen Feldenkrais-Methode (benannt nach dem Ingenieur und Erfinder der Bewegungslehre, Dr. Moshe Feldenkrais – 1904-1984) genutzt werden, um sich seiner selbst bewusst zu werden und das eigene Bewegungspotienzial zu erweitern. Die Tatsache, dass Musik durch Bewegung zustande kommt, zeigt auch, in wiefern die Feldenkrais-Methode (mit Lektionen in "Bewusstheit durch Bewegun") für das Musizieren von Bedeutung sein könnte. Interessanterweise haben die meisten von Feldenkrais entwickelten Bewegungslektionen außerdem einen Bezug und oft auch ihren Ursprung in der kindlichen Bewegungsentwicklung. (Weitere Ausführungen zur Feldenkrais-Methode befinden sich in folgenden Kapiteln.)


In meiner Ausbildung zum Feldenkraispädagogen hatte ich diese Techniken zwar kennengelernt, und wie bereits erwähnt waren auch in meinen Gitarrenstudien solche Vorgehensweisen Thema gewesen, doch kannte ich bis dahin noch keine Gitarrenschule, die ansatzweise versuchte auch für den Kinder-Gitarrenunterricht eine derartig die Kreativität fördernde Methodik nutzbar zu machen. Klar ist zwar, dass Anfänger und auch fortgeschrittene Schüler:innen natürlichen Einschränkungen unterliegen, aber auch eine allzubekannte Weisheit oder abgedroschene Floskel wie "Weniger ist mehr!", kann im Einzel- genauso wie im Großgruppenunterricht auf vielfältige Weise getestet und in ihrer Wirksamkeit erfahrbar gemacht werden.


Ein zweiter Sprung ins kalte Wasser

Da sich für mich aus etlichen Unterrichtsstunden mit Großgruppen keine Gitarrenschule herauskristallisiert hatte, die meinen Unterricht in der u.a. gerade beschriebenen Weise unterstützen könnte und mit der ich mich ausreichend flexibel auf Gruppen einstellen konnte, entschied ich mich mit einer neuen Gitarrengruppe drei grundsätzlich neue Vorgehensweisen auszuprobieren: 

Anstatt eine handelsübliche Gitarrenschule für meine Gruppen zu bestellen begann ich erstens ohne jegliches Unterrichtsmaterial zu unterrichten. Zweitens versuchte ich mich dabei alleine von den Interessen und bereit vorhandenen musikalischen Kompetenzen der Schüler:innen leiten zu lassen.


Schwimmen lernen

Damit habe ich mich selbst zunächst zahlreichen Situationen ausgeliefert, in denen ich auf einmal nicht mehr wusste, was ich denn als Nächstes tun könnte, um mit meinen Schülern tatsächlich spannende und musikalische Unterrichtsmomente zu erleben. Das lag nicht nur daran, dass die Wünsche und Vorstellungen der Schüler:innen mir selbst manchmal unrealistisch oder ohne entsprechende Vorbereitung nur schwer zu verwirklichen schienen, sondern auch daran, dass meine Erwartungen an das, was ich mit der Gruppe erreichen wollte noch sehr stark von den Erwartungen und Vorgaben Dritter (Eltern, Kollegen, Schulleitung oder Autoren anderer Gitarrenschulen) abhängig waren.

Es haben sich mir außerdem sehr viele Fragen gestellt, denen ich dann von Stunde zu Stunde versucht habe mit neuen Noten, musikalischen Experimenten und im Unterricht entstandenen Spielideen auf den Grund zu gehen.


Land in Sicht 

Als Drittes entschied ich mich, mit meinen Schülern vorerst nur auf der G-Saite zu musizieren. Um das Auffinden der Töne zu erleichtern, habe ich die Notennamen in Form von Punkten an die entsprechenden Bünde auf das Griffbrett geklebt. Dieser Schritt zu einem neuen Gitarrenkonzept für den Gruppenunterricht mit Kindern war einer der wichtigsten Schritte!


Da es meine Erfahrung war, dass das Musizieren nach Noten ebenfalls für manche Schüler ein großes Hindernis sein konnte, um die eigene Musikalität zum Ausdruck zu bringen, experimentierte ich zusätzlich mit Notationsweisen, die auch hier einen leichteren Zugang zum Instrument gewähren könnten. Mit der im Kapitel "Methodik" ausführlich beschriebenen "Scolopender-Notation" konnte ich spontan und relativ schnell jede einfache Melodie und gelegentlich auch Wunschlieder der Schüler im Unterricht an die Tafel zeichnen. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, eine Gitarrenschule sei eigentlich überflüssig geworden. Weniger war mehr!


Hoher Wellengang 

Mit der Zeit bemerkte ich, dass meine Schüler unverhältnismäßig schnell Melodien spielen konnten, für die andere Gruppen, nach dem traditionellen klassischen Unterrichtskonzept nur in der ersten Lage unterrichtet werden, nicht selten ein bis zwei Jahre brauchten. Und: wenn die entsprechenden Lieder auch in A-Dur, a-moll oder andern Tonarten, die sich mit Leersaiten begleiten lassen gespielt würden, konnte schon relativ bald auch das zweistimmige Spiel eingeführt werden.


Da das Auffinden von Tönen und eine räumlich logische Einschätzung von Tonhöhenabständen mit dieser Vorgehensweise relativ leicht war, begann ich schon sehr bald gewünschte oder zu erratende Melodien an die Tafel zu skizzieren ... Aus weniger wurde nun 'immer mehr'.


Mit der überwältigenden Fülle neuer Möglichkeiten und den freudigen und schnellen Erfolgserlebnissen meiner Schüler:innen war selbst ich dermaßen motiviert, dass fortan jede Stunde zu einem echten Erlebnis für mich wurde. Sämtliche Ideen, die sich während und nach meinem Unterricht im Laufe der Jahre angesammelt haben, habe ich sukzessive in diesem Lehrerhandbuch und den Schülerbüchern zusammengetragen, immer wieder abgeändert, angeglichen, verworfen, optimiert, präzisiert und erweitert. Auch heute noch komme ich ganz oft mit Notizen von Situationen, Ideen und Merkwürdigkeiten aller Art aus dem Unterricht, um diese dann mit anderen Beobachtungen zu vergleichen und ggf. in das Gesamtkonzept einzuarbeiten.


Neuland

Neben einer gründlichen Einführung in das Melodie- und Akkordspiel bieten die nun nach einer langen 'Reise' entstandenen Scolopender-Schülerhefte einen kindgerechten Einstieg in Themenbereiche, die in traditionell klassischen Gitarrenschulen normalerweise nur wenig bis keine Berücksichtigung finden.


Zum Beispiel:

  • das Komponieren eigener Lieder und Stücke und Übungen

  • Anleitungen zur Improvisation

  • Experimente und Spiele zur Verbesserung der Koordination,

  • vorbereitende und begleitende Fingerspiele für das Erlernen und Greifen von einzelnen Tönen und Akkorden,

  • eine systematische Begleitung in Selbstbeurteilungsprozessen ... und viele mehr!


In pädagogischen Fachkreisen, Zeitschriften und Büchern ist immer mehr die Rede von Selbsterziehung und Selbstorganisation im Unterricht. Die Devise lautet: mehr Subjektivität im Unterricht. Auch nach vergangenen PISA-Studien, wird der Suche nach neuen modernen Unterrichtsmethoden immer mehr Raum gegeben. Das neue Motto ist: Weniger Frontalunterricht und mehr selbst gesteuertes und gemeinschaftliches Erkunden. Dass derartige Erkenntnisse im allgemeinbildenden Schulunterricht nun zunehmend umgesetzt werden, betrachte ich persönlich als eine unausweichliche Entwicklung auf pädagogischer Ebene.


Diese Gitarrenschule setzt deshalb genau hier an. Alle Lieder und Übungen in den Schülerbüchern können dazu verwendet werden, um ...

  • ... den Erfindungsreichtum und die neugierige Haltung von Schülern zu      unterstützen. 

  • ... das gemeinschaftliche Entdecken und Erleben des Instrumentes und der      Musik, in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken.

  • ... individuelle Lösungsansätze, welche besonders in einer Gruppe zum Tragen kommen nicht nur zuzulassen, sondern aktiv zum Thema zu machen.

  • ... Selbsteinschätzungsprozesse von Schülern positiv zu beeinflussen.

  • ... soziale Faktoren wie den gegenseitigen Vergleich, die Akzeptanz und Anerkennung untereinander zu fördern.


Um Schüler:innen sowie Lehrer:innen Anregungen für mehr Spontaneität im Unterricht bis hin zu systematischem Arbeiten nach dem Scolopender-Konzept zu ermöglichen, habe ich von täglichen Unterrichtsstunden inspiriert eine große Auswahl an Liedern, Spielen, Projekten und Übungen entwickelt und diese in bisher vier Übungsheften, diversen Mitspiel-CDs und  Lehrerhandbüchern zusammengetragen und geordnet. Ich wünsche mir, dass sie somit eine solide Unterstützung für Ihren persönlichen Gitarrenunterricht erhalten, der Kindern zu freudigen Erfolgserlebnissen und intensivem Musikerleben verhelfen mag.


Aus dem Logbuch

Dennoch, bei der Entwicklung meiner Konzeption stellten sich mir spannende pädagogische bis hin zu entwicklungspsychologischen und philosophischen Fragen in den Weg, die ich dem interessierten Leser nicht vorenthalten möchte:


  • Muss denn 'das Rat' neu erfunden werden?

  • Warum von Anfang an zum Improvisieren und Komponieren einladen?     

  • Wo liegt der Unterschied zwischen Selbstentdeckendem Lernen und Vorbildlernen?

  • Wie lassen sich Tradition und Gewohnheit mit moderen Lerntheorien vereinbaren?

  • Sind musikalische Vergleichswettspiele im Unterricht sinnvoll? ... u.v.m.

Dazu möchte ich Sie einladen auch meinen Überlegungen im ersten Teil des Lehrerhandbuchs kritisch zu folgen. Hier spanne ich einen Bogen von der menschlichen Kindesentwicklung und den ersten musikalsichen Äußerungen bis hin zu unseren Schülern, die sich für Mozart oder/und Metallica begeistern. Nichts in diesem Buch ist in Stein gemeißelt! Bitte hinterfragen Sie, vergleichen Sie mit eigenen Erfahrungen, denken Sie weiter und ziehen Sie eigene Schlüsse.

Das zweite und alle weiteren Scolopender-Lehrerhandbücher sind so aufgebaut, wie jedes Scolopender-Schülerbuch. Alle Kommentare und Informationen zu den Unterrichtsinhalten, die sich an Lehrer richten, sind klein gedruckt. Solche, die für die Schüler gedacht sind, sind kursiv gedruckt. Der Einfachheit halber sind die aus der Erinnerung protokollierten Unterrichtssituationen und Schülerkommentare in wörtlicher Rede gehalten und verstehen sich genauso wie die Partituren zu den Liedern als Vorschläge zur Gestaltung des Unterrichtes. Für die Eintragung eigener Erfahrungen sowie Ideen aus und für den Unterricht sind jeder Lektion zwei Saiten für eigene Notizen angefügt. 

Ein schrittweises Erlernen der Lektionsinhalte ist möglich aber nicht immer sinnvoll. Einzelne Lieder, Übungen und Inhalte können nach Ermessen ausgelassen oder übersprungen werden. Dies gilt insbesondere für den Abschnitt "Akkorde" und die jeweils erste und letzte Lektion jedes Schülerheftes.


Scolopender?

Warum nun der Name 'Scolopender-Gitarrenschule'? Scolopender ist das lateinische Wort für Hundertfüßler. Er ist zum einen zurückzuführen auf eine chromatische Übung, die große Beliebtheit bei meinen Schülern hat und den Gebrauch aller Finger der linken Hand erfordert. Andererseits symbolisiert der Hundertfüßler das, was ein solches Tier mit einer Gitarrengruppe gemeinsam haben könnte: Situationen des Zusammenspiels (der Beinchen/ der Gruppenmitglieder), in denen es wichtig ist alles gut aufeinander abzustimmen, zu koordinieren und im Rhythmus zu bleiben, sodass kein (ungewolltes) Wirrwar entsteht und alle gemeinsam voranschreiten können.


Ich wünsche ihnen viel Freude und viele spannende Stunden mit Ihren Schülern:innen und der Scolopender-Gitarrenschule.


Musikalische Grüße,

Claus Krogmann